Technischer Leitfaden

Anwendungstipps

Einige Tipps und Tricks zur Pulverbeschichtung.

Rückionisation

Die auch als Sterneffekt oder Starburst-Effekt bekannte Rückionisation erzeugt eine unebene Beschichtungsoberfläche, wodurch die Orangenhautstruktur verstärkt und möglicherweise auch kleine Krater entstehen. Zusätzlich erhöht sie die Porosität der Beschichtung und kann zu vorzeitigem Korrosionsversagen führen.

  • Ursachen der Rückionisation

    Rückionisation tritt auf, wenn das Substrat den Sättigungspunkt erreicht hat, an dem kein weiteres Pulver mehr abgeschieden werden kann. Während des Sprühprozesses lagern sich negativ geladene Pulverpartikel auf dem Werkstück ab, bis dieses gesättigt ist. Danach stößt die Beschichtung weitere Partikel ab. Zusätzlich entladen sich Elektronenströme von der Oberfläche, die den Beschichtungsfilm beschädigen und Hohlräume und Krater erzeugen.

    Anzeichen dafür, dass der Sättigungspunkt erreicht ist, sind unter anderem:

    • Das Sprühpulver lagert sich nicht ab und fällt vom Werkstück ab;
    • Wirbelmuster
    • Das Pulver wird eher von anderen Objekten als vom Werkstück angezogen.
  • Vermeidung der Rückionisation

    Da die Rückionisation die Schichtdicke begrenzt, deutet eine zu geringe Endschichtdicke auf eine unzureichende Erdung hin. Folgende Maßnahmen können die Rückionisation verringern:

    • Sicherstellen einer ausreichenden Erdung durch Überprüfung, ob alle Verbindungen zwischen dem Bauteil und der Erde sauber und intakt sind;
    • Erhöhung der Schussdistanz;
    • Reduzierung der kV-Zahl an der Geschützdüse um 10-20 kV
    • Verringerung des Rückgewinnungsanteils im Trichter.