Anwendung

Fluidisierung

Pulver sollte sich im Behälter wie Wasser verhalten; korrekt fluidisiertes Pulver sollte wie siedendes Wasser aussehen. Es gibt verschiedene Prüfverfahren zur Bestimmung der Fließfähigkeit von Pulverbeschichtungen, insbesondere den Sames-Test (AFNOR), der einen R-Wert für die Pulverbeschichtung liefert.

Schlechte Fluidisierung

Eine mangelhafte Fluidisierung äußert sich in einem langsamen und ungleichmäßigen Transport des Pulverbeschichtungspulvers vom Behälter zu den Spritzpistolen. Zudem bilden sich bei unzureichend fluidisiertem Pulver vulkanartige Erhebungen oder Löcher auf der Oberfläche des „flüssigen“ Pulvers. Beim Sprühen ist die Pulverwolke ungleichmäßig.

  • Mögliche Ursache

    Der Fluidisierungsluftdruck ist zu niedrig.

  • Lösung

    Passen Sie den Druck an, um die richtige Fließfähigkeit zu erreichen; achten Sie darauf, ob die Oberfläche des verflüssigten Pulvers leicht zu köcheln beginnt.

  • Mögliche Ursache

    Kompakt- oder Feuchtpulver

  • Lösung

    Lockern Sie das Pulver im Trichter manuell auf. Falls Feuchtigkeit die Ursache ist, behebt das Öffnen des Behälters zur Luft das Problem in der Regel. Gegebenenfalls kann die Zugabe einer kleinen Menge Fließmittel erforderlich sein, um die Fließfähigkeit der Beschichtung zu verbessern. Prüfen Sie die Druckluft auf Feuchtigkeitsgehalt; saubere und trockene Luft ist unerlässlich.

  • Mögliche Ursache

    Fluidisierungsplatte verstopft/defekt

  • Lösung

    Platte reinigen oder ersetzen

  • Mögliche Ursache

    Zu viele Feinanteile in der Pulverbeschichtung

  • Lösung

    Reduzierte Rückgewinnungsmenge im Trichter verringern. Verhältnis von Neupulver prüfen.


Überfluidisierung

Aus dem Trichter rieselt Pulverstaub heraus, und das fluidisierte Pulver scheint zu „kochen“.

  • Mögliche Ursache

    Der Fluidisierungsluftdruck ist zu hoch.

  • Lösung

    Reduzieren Sie den Luftdruck im Wirbelschichtbett; richtig fluidisiertes Pulver scheint nur leicht zu köcheln, nicht zu kochen.